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  1. #1
    Troodon Avatar von Sauroid

    (un)menschliches Miteinander

    Guten Tag liebe Community,

    die Zeit schreitet unaufhaltsam voran. Vieles hat sich verändert und doch ist vieles auch geblieben. Die Probleme der Vergangenheit sind auch unsere Probleme und die Probleme der Zukunft. Mit diesem Beitrag möchte ich ein, uns ständig begegnendes und allzeit begleitendes gesellschaftliches Problem ansprechen. Dabei gehe ich von vernunftbegabten Individuen aus.
    Eine eigene Meinung ist unerlässlich, ohne sie ist der Mensch der ständigen ausgesetzt, Sklave anderer Meinungen und Ansichten zu werden. Erst durch die Bildung von eigenen Meinungen zu einem bestimmten Sachverhalt sind wir in der Lage, gegen Ungerechtigkeiten vorzugehen, für etwas einzutreten und Fürsprache zu ergreifen.
    Doch ist dies nicht das von mir erwähnte Problem, die Problematik tritt an einer anderen Stelle zu Tage. Damit die eigene Meinung in einen niveau- und sinnvollen Rahmen gestaltet werden kann, muss eine ständige Reflexion stattfinden. Erst hierbei stellen wir fest, ob unsere Meinung, unser Urteil, gerechtfertigt ist, oder nicht. Verbunden hiermit ist jedoch die Erkenntnis, dass wir einen völlig neuen Standpunkt beziehen müssen, da unser Bisheriger sich als Sackgasse entpuppt hat. Solche Feststellungen treffen und schmerzen uns sehr. Sie zerren an unseren Kräften und wühlen uns innerlich auf. Dieser Prozess findet tagtäglich statt und ist im optimalen Falle das Ergebnis einer Diskussion. Und an genau diesem Punkt kommt es, meiner Meinung nach, immer häufiger zu Missverständnissen und Streitigkeiten. Egal in welchem Forum man sucht, überall werden Dinge, sei es nun Konsolen, Spiele, Erfolge, oder ähnliches, verglichen und bewertet. An sich ist dies nichts verwerfliches, doch geschieht dies kaum auf einer sachlichen und objektiven Basis. Dazu kommt, dass die Spezialisierung des Forums einen erheblichen Einfluss auf das Fazit dieser Analyse hat. Was zurück bleibt, sind die Minderheiten. Diesen wird nur in den seltensten Fällen entgegen gekommen. Zu oft sind gerade sie es, die das Ärgernis der Masse auf sich lenken und über die sich ein Urteil gebildet wird, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt. Bedingt der Lage entsprechen viele den Klischees aus Frust, denn welche Möglichkeiten gibt es? Zum einen die, sich selbst für die Masse aufzugeben, seine Identität zu verraten. Oder die, gegen den Strom zu schwimmen und dabei stets das Objekt allen Zorns zu sein. Ist es da nicht verständlich, dass einige zu Spam neigen? Bringt nicht erst die Gesellschaft solche Menschen hervor? Und ist es damit nicht auch unsere Schuld, müssen wir nicht etwas ändern?
    Wir alle, ein jeder von uns, ist ständig in der Gefahr, Menschen unberechtigter Weise zu verurteilen. Ich bemerke bei mir sehr häufig, wie ich Menschen verurteile, die Egoshooter spielen. In meinen Augen ist dies das niveauloseste Genre, das unser Markt zu bieten hat. Zwar würde ich nicht so weit gehen, sie als Amokläufer zu bezeichnen und doch ist eine tiefe Abneigung vorhanden. Im selben Zuge jedoch spiele ich die „Fallout-“, „Halo-“, „S.T.A.L.K.E.R-“ und „Turokreihe“ ohne Gewissensbisse zu bekommen. Vieles rede ich mir schön, in dem ich das Spielen dieser Titel mit der Evolution oder dem Vorhandensein von Dinosaurier rechtfertige und begründe. Am Ende bleibt jedoch der Sachverhalt, dass ich Egoshooter spiele. Ich könnte mir statt dessen Dokumentationen ansehen, die diese Thematiken behandeln, aber in diesem Moment tue ich es nicht. Und nüchtern betrachtet sind Strategiespiele, mein Lieblingsgenre, um einiges schockierender, aufgrund der dort vorhandenen Befehlsgewalt.
    Und ergeht es so, wie mir, nicht vielen? Versuchen wir nicht, unsere Unzulänglichkeiten zu verbergen und zu leugnen, in dem wir andere beschuldigen und von uns ablenken? Dabei schauen wir auf Gegebenheiten die uns trennen, statt all jenes zu betrachten, das uns verbindet. Ein Beispiel hierfür ist die immer wiederkehrende Debatte, ob nun „Call of Duty“ oder „Battelfield“ das bessere Spiel sei. Dies ist nur ein Fallbeispiel, ebenso gut hätte sich auch der Konsolenkonflikt geeignet, oder auch relevantere Themen wie den Hunger in der dritten Welt oder den militärischen Einsatz in
    Während solcher Debatten wird nicht nur über die Spiele gestritten, sondern auch über die Menschen und die Beteiligten stecken ihren Gegenüber in Schubladen. Könnte man dies nicht vermeiden? Gibt es nicht so viel mehr, was sie verbindet, statt zu trennen? Wird denn nicht in beiden Spielreihen die Gemeinschaft stark betont? Und kommt es nicht in beiden Spielen auf den Zusammenhalt an? In beiden Spielen sind Waffen die zentrale Methode, um Leben zu beenden. Dies sind nur einige Beispiele, es gibt noch so viel mehr. Und doch wird schon deutlich, worauf ich hinaus will. Warum also auf das schlechte schauen und Mauern errichten, die Menschen trennen?
    In den ersten Sätzen zu diesem Beitrag kam ich bereits darauf zu sprechen und erklärte, wie wichtig die eigene Meinung ist. Ich gedenke an diesem Punkt nicht, dies zu revidieren. Natürlich behalte ich diesen Standpunkt bei. Und so komme ich erneut auf die Problematik zu sprechen. Eine qualitativ gute und überlebensfähige Meinung kann nur im Austausch mit anderen Meinungen und Ansichten bestehen, durch ständiges reflektieren und verbessern der eigenen Denkweise, Weltanschauung nicht und es ist bequem. Dies betrifft nicht nur einzelne Individuen, sondern auch ganze Gruppen oder gar ein System. Im gleichen Atemzug beschweren wir uns, dass sie unseren Vorurteilen entsprechen, oder versuchen etwas zu ändern, wie zuvor erwähnt. Aber muss nicht die Frage gestellt werden, ob genau dieses Verhalten der Masse erst Spam, Beleidigung und Diskriminierung erzeugen. Sind es nicht wir, die Gesellschaft, die Menschen dazu treiben? Und mit dieser Erkenntnis müssen wir nach einer anderen Möglichkeit suchen, Wege finden, es besser zu machen. Es ist nicht der einfachste Schritt, jedoch eine Notwendigkeit, wenn die Gesellschaft für tragende Werte wie Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Gleichberechtigung stehen will.
    Niemandem kann die eigene Meinung, ganz gleich, wie überzeugt wir von ihr sind, aufgedrängt werden. Eine vergleichbare Situation finden wir in der Menschheitsgeschichte, auch in der jüngeren Zeit. Wie oft fiel die westliche Welt in andere Länder ein, um die Demokratie zu verbreiten? Die Regierungen wurden gestürzt, um einer vermeintlich besseren Platz zu schaffen. Doch bei Wahlen kam es des Öfteren vor, dass die Bevölkerung sich gegen die Demokratie ausgesprochen hat.
    Etwas, dass in unseren Augen als gut und richtig erscheinen, muss es nicht zwangsläufig auch für andere sein. Weil wir damit glücklich sind, müssen andere nicht auch glücklich damit werden.
    Weshalb maßen wir uns an, anderen ihr Leben vorzuschreiben und es ihnen aufzuzwingen?
    Dies soll keine Kritik an die westliche Welt sein, sondern lediglich ein Beispiel dafür, dass der eigene Wille keinem Menschen aufgedrängt wird kann und darf.
    So möchte ich abschließend das Forum dazu aufrufen, mehr Zivilcourage zu zeigen, auch auf die Verstoßenen einzugehen und mehr Toleranz zu zeigen.
    Nur so kann Miteinander gelingen, dann kann der Himmel hier und jetzt unter uns beginnen, dann werden wir zu Menschen, die die Welt zu einem besseren Ort machen.
    Und gerade in der Fastenzeit wäre dies ein guter Vorsatz, denn, fernab der katholischen Symbolik, es bietet immer wieder eine gute Gelegenheit, seine eigenen Ansichten zu überdenken und neue Wege zu beschreiten.
    Kommt, ich lade euch dazu ein, es zu versuchen.

  2. #2
    Profi Poster Avatar von fannasarah

    AW: (un)menschliches Miteinander

    Tut mir wirklich leid Sauroid, aber bei deinen Texten lese ich meistens die ersten 10 Sätze und danach geht einfach nichts mehr. Irgendwie solltest du dich mal geringfügig kürzer fassen, denn ich glaube ich bin da nicht der einzige dem es so geht.

  3. #3
    Forengott Avatar von Ed Hunter

    AW: (un)menschliches Miteinander

    Zitat Zitat von fannasarah Beitrag anzeigen
    Tut mir wirklich leid Sauroid, aber bei deinen Texten lese ich meistens die ersten 10 Sätze und danach geht einfach nichts mehr. Irgendwie solltest du dich mal geringfügig kürzer fassen, denn ich glaube ich bin da nicht der einzige dem es so geht.
    Korrekt.

  4. #4
    100% ökologisch Avatar von Dredersepp

    AW: (un)menschliches Miteinander

    Das ist jetzt der erste Text, den ich komplett gelesen habe von dir, denn meist sind sie mir zu lang und auch zu kompliziert wie es fannasarah schon beschreibt.

    Und nach dem durchlesen dieses Textes weis ich jetzt auch nicht genau, "WAS" das Forum machen soll?
    Es ist ein Gamerscore/Trophäen- und Spiele-Forum, haben auch noch nicht erlebt, dass einer systematisch ausgeschlossen wurde
    (das einer ausgeschlossen/verbannt wurde, aufgrund seines Verhaltens hatte er/sie dann sich selbst zuzuschreiben),
    dass einer gemobbt und aufgezogen wurde, weil er mit etwas genervt hat (*hustassassinohust*) passiert immer und keiner hat
    was gegen ihn/sie
    Auch darf hier jeder seine freie Meinung äußern, z.B. zum vermeintlich neuen PS3 Controller, Dead Space 3, ........

    Hier herrscht auch ein reges treiben von sehr verschiedenen Menschen (Veganer, Trophäenjunkies, Wettsüchtige, Bauern, Jungen und "Alten")
    die alle ihre Meinungen zu den Themen beigeben.

    Also, wenn du nochmal kurz, knapp und etwas verständlicher deine Botschaft vermitteln könntest, wäre sicher nicht nur ich dir dankbar

  5. #5
    *weiblich* Avatar von suedwanderer

    AW: (un)menschliches Miteinander

    WORD!!!

    Auch hilfreich - Absätze.

    Wenn mich in der Bücherei ein Buch anspricht lese ich erst den Klappentext.
    Dann blätter ich immer rein und egal wie interessant der Rest, wenn dort der Text von links nach rechts als massiver Block dasteht - ne, da hat das Buch keine Chance bei mir.

    Sorry für vielleicht zu offene Worte.

  6. #6
    *weiblich* Avatar von suedwanderer

    AW: (un)menschliches Miteinander

    Zitat Zitat von Dredersepp Beitrag anzeigen
    Hier herrscht auch ein reges treiben von sehr verschiedenen Menschen (Veganer, Trophäenjunkies, Wettsüchtige, Bauern, Jungen und "Alten")
    die alle ihre Meinungen zu den Themen beigeben.


  7. Der folgende User hat sich bei suedwanderer für den Beitrag bedankt


  8. #7
    100% ökologisch Avatar von Dredersepp

    AW: (un)menschliches Miteinander


  9. #8
    Profi Poster Avatar von Lucardis

    AW: (un)menschliches Miteinander

    Ich fasse mich ja eigentlich auch recht ungern kurz, aber die Texte erschlagen einen wirklich etwas Tut mir leid, da da ja sicher auch viel Arbeit drin steckt

  10. #9
    buu
    Gesperrt

    Re: AW: (un)menschliches Miteinander

    Zitat Zitat von Dredersepp Beitrag anzeigen
    Hier herrscht auch ein reges treiben von sehr verschiedenen Menschen (Veganer, Trophäenjunkies, Wettsüchtige, Bauern, Jungen und "Alten") die alle ihre Meinungen zu den Themen beigeben.
    wer ist denn hier wettsüchtig? und suedi einfach als alt zu bezeichnen..

    hab den Text jetzt nicht gelesen, dafür ist er mir zu lang und ohne Absätze zu anstrengend zu lesen. nix gegen dich, aber ist mir schon ein paar mal aufgefallen, dass du immer extrem lange Texte schreibst, keine Ahnung obs mit dem Kirchending zusammenhängt was du da machst und aus allem ne Ansprache wird, aber oftmals ist es besser sich kurz zu fassen und auf den Punkt zu kommen, damit man auf dem Weg vom Anfang zum Ende nicht die Zuhörer/Leser verliert.

  11. #10
    426 HEMI Avatar von Zsadist

    AW: (un)menschliches Miteinander

    Zitat Zitat von Dredersepp Beitrag anzeigen
    (...)
    Auch darf hier jeder seine freie Meinung äußern, z.B. zum vermeintlich neuen PS3 Controller, Dead Space 3, ........

    Hier herrscht auch ein reges treiben von sehr verschiedenen Menschen (Veganer, Trophäenjunkies, Wettsüchtige, Bauern, Jungen und "Alten")
    die alle ihre Meinungen zu den Themen beigeben.

    (...)

    .. und genau das ist es, was uns hier so ausmacht - eben weil wir in vielen Dingen so grundverschieden sind, funktionieren wir aber zusammen sehr, sehr gut. Zumal das Ganze auch immer sauber, anständig und ohne großes Anscheisserei (sags mal wie es ist) abgeht. Es gibt mehr als genug Foren, da scheint zivilisiertes Benehmen oder ein ansatzweise vernünftiges Miteinander gar nicht denkbar, weil man sich in jedem Thread gleich zerfleischt. Gegenseitige Akzeptanz? Fehlanzeige. Aber hier bei IG oder auch drüben bei den XBL'ern funktioniert das gut - viele grundverschiedene Menschen, die alle ihre Meinung sagen und vertreten und damit nicht anecken, weil man einfach ne Grundformel anwendet: Respekt! Oder im Umkehrschluss: Man nehme Leute wie sie nun einmal sind - und schon funktioniert es.

    Tja, und das sagt einer, der Ego-Shooter als das beste Genre ansieht ..

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